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- Hintergrundinformationen
zum Klimawandel in den Alpen
Alle Experten sind
sich einig: es gibt einen Klimawandel und dieser Klimawandel ist vom
Menschen gemacht. Die Alpen sind wegen ihrer geografischen Besonderheiten
ein idealer Indikator für den Klimawandel die Folgen werden
sehr viel schneller sichtbar und sind gravierender als z.B. im Flachland.
So ist die Alpenregion mit einem erwarteten Temperaturanstieg um 2 Grad
(aktuell 1,5) in den kommenden 30 Jahren überdurchschnittlich stark
vom Klimawandel betroffen; zum Vergleich: Der europaweit erwartete Temperaturanstieg
beträgt 1 Grad (aktuell 0,74).
Folgen des Klimawandels im Winter:
- saisonale Verschiebung der Niederschläge: weniger im Winter und
Sommer, verstärkt im Frühjahr; weiße Weihnachten wird
es nur noch selten geben, dafür Schnee an Ostern
- Bei dem prognostizierten Temperaturanstieg ist damit zu rechnen, dass
in Deutschland in 30 Jahren nur noch zwei Skigebiete wirklich schneesicher
sind: Fellhorn/Nebelhorn in Oberstdorf und Zugspitze/Garmisch (schneesicher
wird definiert mit 100 Tagen/Jahr eine Schneedecke von 30 Zentimetern
in den mittleren Lagen des Skigebietes)
Folgen des Klimawandels im Sommer:
- Extreme Niederschlagsereignisse führen verstärkt zu Muren
und Hangrutschen (Immenstadt)
- Der Permafrostboden taut auf, große Berghänge können
ins Rutschen kommen
Folgen des Klimawandels für die Gletscher:
- Die Gletscher schmelzen überdurchschnittlich stark; in 30 Jahren
wird von den drei deutschen Gletschern voraussichtlich nicht mehr viel
übrig sein; der kleinste (Blaueisgletscher bei Berchtesgaden) könnte
schon in den nächsten Jahren vollständig abtauen.
- Selbstverstärkender Effekt durch die Gletscherschmelze: in den
Alpen kommt mehr Gestein an die Oberfläche, durch weniger Schnee
ist die Gletscheroberfläche nicht mehr weiß, sondern schmutzig
grau: die Sonnenstrahlen werden weniger reflektiert, die Oberflächentemperatur
steigt.
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